Selbsthilfegruppen

Selbsthilfegruppen dienen im Wesentlichen dem Informations- und Erfahrungsaustausch von Betroffenen und Angehörigen, der praktischen Lebenshilfe sowie der gegenseitigen emotionalen Unterstützung.

Unsere Selbsthilfearbeit bestehend aus:

  • 3 Gruppen Angst- und Panikattacken
  • 1 Gruppe Hilfe in Krisensituationen
  • 2 Gruppen für Hörbehinderte und CI-Träger, je 1 geschlossene und 1 offene Gruppe
  • 1 Gruppe für Morbus-Menière-Kranke
  • 1 Gruppe für Migräne-Kranke

Jegliche Äußerungen aller Gruppenteilnehmer und alle personenbezogenen Daten unterliegen selbstverständlich der Schweigepflicht.

Alle Gruppenteilnehmer kommen aus dem gesamten lippischen Raum. Kontakt zu den Gruppen wird über das Büro vermittelt, welches über ein Einzelgespräch alle weiteren Schritte in die Wege leitet, um eine Aufnahme in die Gruppen zu ermöglichen.

Selbsthilfegruppen zur Angstproblematik

Zwei Gruppen treffen sich regelmäßig einmal wöchentlich für 90 Minuten unter fachlicher Anleitung. Eine Gruppe trifft sich 14-tägig für ca. 60 Minuten unter der Moderation einer ehemals Betroffenen.

Die Betroffenen sind zu 80% Frauen und zu 20 % Männer, wobei jeweils alle Altersgruppen vertreten sind. Die Gruppen bestehen aus je 10 Teilnehmern. Viele dieser Teilnehmer befinden sich zusätzlich noch in ärztlicher/therapeutischer Behandlung oder haben bereits Therapien mit unterschiedlichen Erfolgen abgeschlossen.

Die wöchentlichen Sitzungen gestalten sich so, dass die Moderatorin jede/n Teilnehmer/in zu Anfang befragt, wie sie/ er die vergangene Woche erlebt hat und welche gravierenden Probleme sie/er an diesem Abend thematisieren möchte. Gegebenfalls wird auf Wunsch der/des Teilnehmers/in ein Übungsprogramm erstellt, durch das versucht wird konkrete Problemsituationen wie Einkaufen, Bus-, Bahn-fahren etc. gemeinsam zu bewältigen.

Allgemein führt der Austausch der Betroffenen untereinander in den Gruppen durch mehr Verständnis für die Lebenssituation zu einem befreienden Gefühl. Das Erleben, dass es Gleichbetroffene gibt, führt zu der Erkenntnis, dass so manches Problem offenbar doch zu bewältigen ist.

Selbsthilfegruppe für Krisensituationen

Diese Gruppe trifft sich einmal wöchentlich unter fachlicher Leitung und besteht aus ca. 8 Mitgliedern.

Themen dieser Gruppe sind Probleme in Ehe und Familie, mit verschiedenen Generationen, im Arbeitsleben, Suchtprobleme, Essstörungen, Ablösung von Eltern, Partner oder Kindern, Selbstfindung, Aggression, Suizid, Depressionen, körperliche oder geistige Behinderungen.

Diese Probleme werden methodisch durch Gruppengespräche, Meditation, Rollenspiele und nonverbale Elemente wie Bilder und Symbole behandelt.

Genannte Methoden sollen unter den Gruppenmitgliedern zu einem Gefühl der Akzeptanz, des Vertrauens und Annahme der unterschiedlichen Persönlichkeiten führen.

Selbsthilfegruppe für Hörbehinderte und CI-Träger

Diese Gruppen treffen sich zwei bis dreimal im Monat für 90 Minuten. Beide Gruppen werden von einer Audiotherapeutin moderiert. Derzeit sind ca. 15 Mitglieder in den Gruppen.

Die Teilnehmer der Gruppen befassen sich mit den Problemen, die durch ihre Hörbehinderung im Arbeitsleben, in der Familie, beim Arzt und Akustiker entstehen. Sie versuchen die starke psychische Belastung, die durch Unverständnis und oft auch durch Abwertung im sozialen Umfeld entsteht, zu bearbeiten.

Ein wichtiger Moment ist das gegenseitige Verständnis und die positive Annahme jedes Gruppenmitgliedes. Darüber hinaus werden Informationen über Hörhilfen und neue Technologien wie CI-Implantate ausgetauscht.

Selbsthilfegruppe für Morbus-Menière-Kranke

In dieser, noch recht neuen, Selbsthilfegruppe wollen und können wir uns gegenseitig helfen. Wir sind keine Ärzte, aber wir sind durch unsere Erkrankung mit der Krankheit vertraut.

Zur Zeit sind wir eine noch kleine Gruppe, die am Wachsen ist, wobei wir gerne auch begleitende Angehörige mit einladen. Denn wir wissen, dass die Betroffenen sich oft allein nicht aus dem Haus trauen.
Wir sind bemüht, immer neue Erkenntnisse über die Erkrankung und ihre Behandlungsformen zu erhalten und weiterzugeben.

Wir geben uns nicht auf, sondern versuchen mit der Erkrankung zu leben. Das schaffen wir mehr oder auch mal weniger gut. Aber schon das Gefühl, nicht mehr alleine zu sein, macht uns Mut.

Selbsthilfegruppe für Migräne-Kranke

Die Teilnehmer der Selbsthilfegruppe für Migräne-Kranke trifft sich einmal im Monat für ca. 120 Minuten, um sich über ihre Erfahrungen mit der Krankheit und alle damit einhergehenden Schwierigkeiten im Leben eines Migräne-Kranken auszutauschen. Neben Gesprächen über die Belastungen durch die Symptomatik der Krankheit (starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit etc.), tauschen sich die Teilnehmer der Selbsthilfegruppe auch über alle anderen Beeinträchtigungen und Schwierigkeiten aus, die durch die Krankheit entstehen können. Hierzu zählen die Beeinträchtigung der Lebensqualität allgemein, die Belastung des Familienlebens und der sozialen Kontakte etc.

Selbstverständlich werden auch Erfahrungen mit verschiedenen Therapiemöglichkeiten diskutiert.

Die Selbsthilfegruppe bietet somit Betroffenen die Möglichkeit, sich aufgefangen zu fühlen, und zu erfahren, dass sie nicht allein sind oder allein gelassen werden mit ihrer Belastung.

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